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SICHERHEIT

Trockeneis sublimiert unter normalen Umgebungsbedingungen. Dies bedeutet, dass es von dem festen Zustand direkt in das gasförmige Kohlendioxid übergeht. Dieses Gas ist ca. 1,5-mal schwerer als die Luft, so dass es nach unten abfällt und schrittweise die Luft verdrängt. Dies ist besonders zu beachten und beim Einsatz von Trockeneis in geschlossenen Räumen ist eine ausreichende Belüftung sicherzustellen. Kohlendioxid im gasförmigen Zustand ist auch ein natürliches Atmungsprodukt der Menschen, deshalb kennen alle das Gefühl der „schwülen Luft” in den Räumen, in denen sich eine größere Anzahl von Personen aufhält und keine effiziente Belüftung gewährleistet ist. Orientierungswerte der Konzentration vom gasförmigen Kohlendioxid und ihre Folgen:

600 ppm (0,06% V/V)        - akzeptierbare Bedingungen für frische Luft
1.000 ppm (0,1% V/V)       - hygienisches Minimum
1.500 ppm (0,15% V/V)     - Luft, die als schwül und nicht mehr frisch bezeichnet wird
5.000 ppm (0,5% V/V)       - MAK-Wert – maximal zulässige Konzentration am Arbeitsplatz innerhalb von 8 h
15.000 ppm (1,5% V/V)      - MMAK-Wert – maximal zulässige Momentankonzentration am Arbeitsplatz innerhalb von 15 min
50.000 ppm (5% V/V)        - Atemnot, Sehstörungen
100.000 ppm (10% V/V)    - Bewusstlosigkeit, Erstickung

Obwohl Kohlendioxid schwerer als die Luft ist, wird davon ausgegangen, dass ab einem Wert von ca. 3000 ppm (0,3% V/V) die Konzentration im gesamten Raum – aufgrund von Luftbewegung und Mischung – gleichmäßig ist. Daraus ergibt sich, dass bei Gefahr einer übermäßigen Steigerung der Konzentration von Kohlendioxid in unserer Umgebung die Warnsignale, die unser Körper uns gibt (Gefühl der schwülen Luft, Schläfrigkeit) zu beachten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen sind.

Sonstige Empfehlungen für den Transport und Umgang mit Trockeneis:

HAUTSCHUTZ: Direkter Kontakt der Haut mit einem Stoff von extrem niedriger Temperatur (-78,5°C) kann zu Erfrierungen führen! Schutzhandschuhe benutzen und andere Körperteile, die dem Risiko des Kontaktes mit Trockeneis ausgesetzt sind, entsprechend schützen.

AUGENSCHUTZ: Immer Schutzbrille benutzen.

NICHT EINATMEN: Einatmen der Kohlendioxiddämpfe vermeiden, hohe Konzentrationen können ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben und im Extremfall sogar zur Erstickung führen (eine genauere Beschreibung ist oben dargestellt).

NICHT VERSCHLUCKEN: Das Verschlucken von Trockeneis kann ernsthafte innere Verletzungen verursachen.

TRANSPORT : Trockeneis darf ausschließlich in dafür geeigneten Isolierbehältern transportiert werden. Es wird davon abgeraten, Trockeneis in der Passagierkabine des Wagens zu transportieren und falls keine andere Möglichkeit besteht, ist für eine ausreichende Belüftung der Kabine beim Transport zu sorgen. Größere Mengen von Trockeneis sind am besten auf einem Anhänger oder in einem von der Passagierkabine dicht abgetrennten Teil des Wagens zu transportieren. Wenn der Laderaum, in dem Trockeneis transportiert wurde, dicht ist, ist der Innenraum nach dessen Öffnung einige Minuten lang zu lüften, bevor er betreten wird.

LAGERUNG: Trockeneis muss in einem geeigneten Isolierbehälter gelagert werden, der Raum muss belüftet sein. Trockeneis darf nicht in dicht verschlossenen Behältern, Flaschen, Dosen gelagert werden – denn das durch Sublimation entstehende Gas bewirkt einen Druckanstieg in derartigen Behältern und folglich ihr unkontrolliertes Bersten.

VON KINDERN FERNHALTEN: Es ist nicht zulässig, dass Trockeneis in der Nähe von Kindern ohne Aufsicht eines Erwachsenen, dem die Regeln für den Umgang mit diesem Stoff bekannt sind, zurückgelassen wird.